Solizimmer-Initiative Berlin

Unsere Gruppe finanziert längerfristige Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete und Migrant*innen, denen ein Recht auf geeigneten Wohnraum vorenthalten wird. Sie haben aus aufenthaltsrechtlichen Gründen keinen Anspruch auf eine Wohnung (in Berlin) oder aus finanziellen Gründen und rassistischer Diskriminierung kaum eine Chance auf dem Wohnungsmarkt.
Menschen, die für eine bestimmte Zeit eine solche Unterbringungsmöglichkeit nutzen, können so zur Ruhe, um neue Kontakte zu knüpfen, eine bessere Beratungsstelle aufzusuchen und manchmal auch sich dauerhaft eine Perspektive in der Stadt zu schaffen.

Achtung: Wir sind keine Gruppe, die bei der Wohnungssuche unterstützen kann! Wir sind eine Gruppe, die ein paar solidarische Unterbringungen für einige wenige Menschen bereit stellt, die keine die Möglichkeit haben, sich eine eigene Wohnung zu suchen.

Unterstützt die Solizimmer-Initiative

Der Wohnraum, den wir zur Verfügung stellen, wird ausschließlich aus Spenden finanziert. Weil Wohnraum in Berlin sehr teuer ist, sind wir ständig auf der Suche nach neuen Spender*innen.

Wie kannst du die Solizimmer-Initiative unterstützen?
Uns helfen vor allem regelmäßige Spenden: Richte einen Dauerauftrag für uns ein! Schon 10€ monatlich helfen uns weiter.

Solizimmer e.V.
IBAN: DE86 4306 0967 1179 7414 00
BIC: GENO DE M 1 GLS

Außerdem haben wir ein Crowdfunding-Projekt.

Über uns

Wir sind eine Gruppe, die Wohnraum für Geflüchtete und Migrant*innen verwaltet und finanziert.

Warum haben viele Geflüchtete und Migrantinnen in Berlin keine (dauerhafte) Bleibe?

Sehr viele Geflüchtete und Migrant_innen haben aus finanziellen und aufenthaltsrechtlichen Gründen oder wegen rassistischer Diskriminierung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt kaum eine Chance auf Wohnraum in Berlin. Täglich kommen Geflüchtete und Migrant_innen in Berlin an, die zunächst einmal keine Bleibe haben. So gibt es viele Personen, die sich (noch) nicht im regulären Asylverfahren befinden und somit keinen Anspruch auf eine Unterbringung oder Sozialleistungen haben. Viele Geflüchtete haben keine oder nur eine stark eingeschränkte Arbeitserlaubnis. Andere Personen leben ohne Papiere in der Stadt. Sie sind häufig von Obdachlosigkeit betroffen oder hangeln sich von einem kurzfristigen Solizimmer zum nächsten.

Warum ist die Unterbringung in Unterkünften für Asylsuchende für viele Menschen unerträglich?

Menschen, die sich im Asylverfahren befinden, müssen in Sammelunterkünften unter oft katastrophalen Umständen leben. In Brandenburg (und anderen Flächenbundesländern) sind sie oft in Isolationslagern untergebracht. Das heißt: Der nächste größere Ort und somit auch die Einkaufsmöglichkeiten befinden sich einige Kilometer entfernt, die ÖPNV-Anbindung ist häufig schlecht. Es ist dort kaum möglich, Kontakte außerhalb des Lagers zu knüpfen. Bewohner_innen dieser Lager nehmen die teure Fahrt nach Berlin mehrmals im Monat in Kauf, um Kontakt mit Beratungsstellen und Anwält_innen aufzunehmen oder medizinisch versorgt zu werden. Für viele, u.a. für alleinstehende Frauen mit Kindern, ist die Situation im Lager oft unerträglich.
Zusätzlich behindert in vielen Bundesländern das rassistische Konstrukt der „Residenzpflicht“ die Bewegungsfreiheit vieler Menschen. Sie können sich oft nur illegalisiert außerhalb ihrer zugewiesenen Landkreise oder Bundesländer aufhalten, müssen während ihrer Reisen mit polizeilichen Kontrollen rechnen und benötigen somit besondere solidarische Unterstützung.
Die Liste der Gründe, warum die Unterbringungssituation für Geflüchtete und Migrant_innen schlecht ist, ist lang. Jede_r hat das Recht auf Bewegungsfreiheit und Selbstbestimmung – ein Recht, das Geflüchteten von deutschen Behörden meist verwehrt bleibt.

Wie und warum stellt die Solizimmer-Initiative Wohnraum für Geflüchtete und Migrant_innen zur Verfügung?

Unsere Gruppe organisiert und finanziert Soliwohnraum, um zumindest einigen Personen die Möglichkeit zu bieten, zur Ruhe zu kommen und ein gewisses Gefühl von räumlicher Sicherheit zu erfahren. Durch einen Aufenthalt in Berlin gelingt es vielen von ihnen, neue Kontakte zu knüpfen, eine bessere Beratungsstelle aufzusuchen und manchmal auch sich dauerhaft eine Perspektive in der Stadt zu schaffen. Wir konzentrieren uns auf längerfristige Unterbringungsmöglichkeiten, die Privatsphäre und Ruhe bieten. Die Unterbringung von besonders schutzbedürftigen Personen und Familien mit Kindern hat bei uns Priorität.
Wir wollen mit unserer Arbeit die privilegierte Situation, der Leute, die bei uns mitarbeiten, nutzen, um zumindest einige wenige Menschen, die sich in Notsituationen befinden, unterstützen zu können. Dabei wollen wir nicht versuchen den Sozialstaat zu entlasten oder zu ersetzen. Wir fordern vielmehr, die Zustände, die Menschen in Situationen bringen, in denen sie auf solidarischen Wohnraum angewiesen sind, abzuschaffen, rassistische und diskriminierende Gesetzgebung und Praxis zu ändern und unsere Arbeit somit überflüssig zu machen!

Wie kannst du die Solizimmer-Initiative unterstützen?

Der Wohnraum, den wir zur Verfügung stellen, wird ausschließlich aus Spenden finanziert. Weil Wohnraum in Berlin sehr teuer ist, sind wir ständig auf der Suche nach neuen Spender*innen. Uns helfen vor allem regelmäßige Spenden: Richte einen Dauerauftrag für uns ein! Schon 10€ monatlich helfen uns weiter.

Dabei helfen uns vor allem regelmäßige Spenden. Schon ein Dauerauftrag von 10€ monatlich, würde uns schon sehr helfen.

Das ist unsere Kontoverbindung:
Solizimmer e.V.
IBAN: DE86 4306 0967 1179 7414 00

Ihr könnt außerdem ganz einfach über unser Crowd-Funding-Projekt spenden.

Ihr habt ein Zimmer frei, das ihr langfristig als Solizimmer zur Verfügung stellen möchtet? Ihr habt eine Eigentumswohnung geerbt, braucht sie aber selber nicht und wollt sie uns vermieten? Ihr könnt uns eure Wohnung zur Verfügung stellen oder sie untervermieten? Dann schreibt eine Mail an: solizimmer-berlin [a] riseup.net




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